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Zeit

Zeit vergeht. unbegreiflich, unaufhörlich. Aber wohin geht die Zeit? an einen Ort, ins Nichts? Wohin geht der Moment, wenn er stirbt? Manchmal schmerzt der Gedanke an die vergangene Zeit. Dann wäre ich gerne an diesem Ort, wo die Zeit hingeht, wenn sie gestorben ist.

Jasenovac

Bild
Eine weite, grüne Ebene, still, ein Weg mit Holzplanken führt in sanften Bögen bis zu einem glatten Teich. Und dort erstreckt sich eine Tulpe in der Mitte, weit in die Höhe um die Seelen sanft hinaufzugeleiten. Daneben die immerfahrenden Züge, stehen nun endlich still. und auf den Geleisen wachsen Blümchen, als ob die Natur ein Gedächtnis hätte.

Wunschdenken

Ich wünschte Ich Könnte Etwas tun Helfen Da sein Die Wand durchbrechen Oder Die Zeit zurückdrehen.

Exit

Ein Haus. Rundherum ein schöner Garten mit einem Hundezwinger. Tagsüber fällt das Sonnenlicht in sanftem Winkel durch die Fenster und erwärmt das Gebäude, während es in der blauen Nacht wieder erkaltet. Alles ist still. Fast könnte man den Staub hören der langsam aber kontinuierlich auf die verlassenen Gegenstände fällt. Fast könnte man das Gras hören, das sich langsam unter der Schneedecke hervorkämpft. Aber es gibt niemanden der diese Geräusche hören könnte. Die Bewohner dieses Hauses sind nicht da. Die Bewohner dieses Hauses werden bald sterben, genauso übereilt, wie sie ihr Haus verlassen haben. Drehen wir die Zeit etwas zurück. Vor einigen Monaten war alles noch so wie es sein sollte. Dann wurde beim Herr des Hauses eine unheilbare Krankheit festgestellt, sodass er in wenigen Wochen nur noch ein Schatten seiner selbst geworden war. Daraufhin wurde der Hund so traurig, dass er eingeschläfert wurde, und einige Wochen darauf war auch das seltsame Verhalten der Ehefrau geklärt. Statt...

Glück?

Die Augen schliessen tief durchatmen die Arme ausbreiten  wie Flügel den Wind spüren alles Irdische loslassen abheben sich durch die Lüfte tragen lassen und nicht mehr zurückkommen. 

Delete Delete Delete

Heute stelle ich das Hobby einer  Lehrperson vor. Diese gewisse Lehrperson steht total darauf, sämtliche Wörter, die man verwendet, zu definieren. Prinzipiell ist das ja überhaupt nichts Schlechtes, würde ich meinen. Dadurch lernt man, die Wörter ihrer Bedeutung und ihrer Aussage nach richtig einzusetzen. Allerdings beschränkt man sich in ihrem Unterricht auf Wörter, die unglaublich selbstverständlich sind. So selbstverständlich, dass man sie eigentlich kaum beschreiben kann. Wenn man dann endlich die Definition hat, dann versteht man das Wort selbst nicht mehr so genau. Nehmen wir das Wort "Handlung". Ja, was ist das eigentlich genau? Man TUT etwas, aber man MACHT nichts. Es ist also eine Tätigkeit, aber keine Aktivität. Man handelt mit Absicht, ob bewusst oder unbewusst ist dann auch egal. Hä? Ich behaupte, jeder normale Mensch muss zuerst die ganze Definition vergessen, bevor er das Wort überhaupt wieder im Alltag verwenden kann.  Manchmal...

Another Cinderella Story

Es war einmal… (…) … und sie lebten glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage. So oder so ähnlich fängt eine bestimmte Textsorte an, die bestimmt alle kennen werden. Märchen. Sie lassen sämtliche Leser, ob sie es wollen oder nicht, in eine fantastische und heile Welt abtauchen. Und genau das macht ein Märchen eigentlich doch aus- dieser einfache Kontrast zwischen guten und bösen Menschen, Weiss und Schwarz, hell und dunkel. Sie stellen eine heile, gerechte Welt dar, wie wir sie uns immer wünschen, denn in unserer Welt gibt es diese Einfachheit, diese Märchenwelt halt nicht. Zwischen Gut und Böse zu unterscheiden ist etwas vom Schwierigsten, das wir kennen, denn wahrscheinlich gibt es diese Trennung gar nicht. Es existieren nur verschiedene Grauabstufungen, die mal dunkler, mal heller wirken.  Man kann keine Personen in eine gute oder eine böse Schublade einordnen, weil sie sich mit dem Leben ständig verändern. Ganz im Gegensatz zu den Figuren in Märchen, nehmen wir zum Beispi...