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Wunschdenken

Ich wünschte Ich Könnte Etwas tun Helfen Da sein Die Wand durchbrechen Oder Die Zeit zurückdrehen.

Exit

Ein Haus. Rundherum ein schöner Garten mit einem Hundezwinger. Tagsüber fällt das Sonnenlicht in sanftem Winkel durch die Fenster und erwärmt das Gebäude, während es in der blauen Nacht wieder erkaltet. Alles ist still. Fast könnte man den Staub hören der langsam aber kontinuierlich auf die verlassenen Gegenstände fällt. Fast könnte man das Gras hören, das sich langsam unter der Schneedecke hervorkämpft. Aber es gibt niemanden der diese Geräusche hören könnte. Die Bewohner dieses Hauses sind nicht da. Die Bewohner dieses Hauses werden bald sterben, genauso übereilt, wie sie ihr Haus verlassen haben. Drehen wir die Zeit etwas zurück. Vor einigen Monaten war alles noch so wie es sein sollte. Dann wurde beim Herr des Hauses eine unheilbare Krankheit festgestellt, sodass er in wenigen Wochen nur noch ein Schatten seiner selbst geworden war. Daraufhin wurde der Hund so traurig, dass er eingeschläfert wurde, und einige Wochen darauf war auch das seltsame Verhalten der Ehefrau geklärt. Statt...

Glück?

Die Augen schliessen tief durchatmen die Arme ausbreiten  wie Flügel den Wind spüren alles Irdische loslassen abheben sich durch die Lüfte tragen lassen und nicht mehr zurückkommen. 

Delete Delete Delete

Heute stelle ich das Hobby einer  Lehrperson vor. Diese gewisse Lehrperson steht total darauf, sämtliche Wörter, die man verwendet, zu definieren. Prinzipiell ist das ja überhaupt nichts Schlechtes, würde ich meinen. Dadurch lernt man, die Wörter ihrer Bedeutung und ihrer Aussage nach richtig einzusetzen. Allerdings beschränkt man sich in ihrem Unterricht auf Wörter, die unglaublich selbstverständlich sind. So selbstverständlich, dass man sie eigentlich kaum beschreiben kann. Wenn man dann endlich die Definition hat, dann versteht man das Wort selbst nicht mehr so genau. Nehmen wir das Wort "Handlung". Ja, was ist das eigentlich genau? Man TUT etwas, aber man MACHT nichts. Es ist also eine Tätigkeit, aber keine Aktivität. Man handelt mit Absicht, ob bewusst oder unbewusst ist dann auch egal. Hä? Ich behaupte, jeder normale Mensch muss zuerst die ganze Definition vergessen, bevor er das Wort überhaupt wieder im Alltag verwenden kann.  Manchmal...

Another Cinderella Story

Es war einmal… (…) … und sie lebten glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage. So oder so ähnlich fängt eine bestimmte Textsorte an, die bestimmt alle kennen werden. Märchen. Sie lassen sämtliche Leser, ob sie es wollen oder nicht, in eine fantastische und heile Welt abtauchen. Und genau das macht ein Märchen eigentlich doch aus- dieser einfache Kontrast zwischen guten und bösen Menschen, Weiss und Schwarz, hell und dunkel. Sie stellen eine heile, gerechte Welt dar, wie wir sie uns immer wünschen, denn in unserer Welt gibt es diese Einfachheit, diese Märchenwelt halt nicht. Zwischen Gut und Böse zu unterscheiden ist etwas vom Schwierigsten, das wir kennen, denn wahrscheinlich gibt es diese Trennung gar nicht. Es existieren nur verschiedene Grauabstufungen, die mal dunkler, mal heller wirken.  Man kann keine Personen in eine gute oder eine böse Schublade einordnen, weil sie sich mit dem Leben ständig verändern. Ganz im Gegensatz zu den Figuren in Märchen, nehmen wir zum Beispi...

Ein zu weites Feld!

Der Wagen fuhr so langsam rückwärts aus der Parklücke, dass mir Angst und Bange wurde. Wir standen jetzt halb auf einem Trottoir, und halb auf einer lebhaft befahrenen Strasse. Mein Beifahrer wandte sich langsam zu mir um. "Schauen Sie mal rechts raus, kommt was?" Die Frage kam mir ziemlich blöd vor, denn ich musste nicht mal zum Fenster rausschauen, um zu bemerken, dass sich ein rotes Auto im Eiltempo auf unser Heck zu bewegte. Dennoch sagte ich: "Ja, warten Sie, da kommt ein Auto!" "Keins?", ohne sich auch nur einmal umzudrehen, setze er unseren Wagen im selben Schneckentempo wieder rückwärts in Bewegung, diesmal auf die offene Strasse hinaus. Am liebsten hätte ich mein Gesicht in den Händen vergraben, und gebetet, dass ich heil wieder aus diesem (zugegeben: schicken Wagen) aussteigen würde, als der Fahrer abrupt die Fahrtrichtung änderte, und nun in einem raketenähnlichen Start auf die Ampel zuraste, um dort gleich wieder auf dieselbe Art abzubremsen...

Worte der Egozentrik

Mein Spiegelbild sah seltsam verzerrt aus, in die Länge gezogen und entstellt. etwas weiter rechts war es zusammengestaucht und nicht weniger bizarr als das auf der anderen Seite. Normalerweise sieht mein Spiegelbild nicht so aus, obwohl ich mich im Moment durchaus so wahrnehme: Entstellt und unkenntlich. Nicht so wie ich wirklich bin. Oder sein möchte. Nein, dieses Bild von mir erhalte ich, wenn ich in das gebogene Abflussrohr unter dem Spülbecken im Badezimmer schaue. Dort befinde ich mich gerade, ich sitze zusammengekauert darunter, die Beine angewinkelt, den Kopf eingezogen. Die Wand ist kalt und hart, und trotzdem fühle ich mich auf eine kranke und verquere Weise wohler als wenn ich auf meinem Bett gesessen hätte. Warum? Vielleicht bin ich verrückt geworden. Dieser Ort erschien mir irgendwie als mein rechtmässiger Platz. Hier werde ich nicht auf einem weichen Platz aufgefangen, sondern auf den buchstäblich kalten Boden der Realität gedrückt. Hier kann ich nicht entfliehen ohne mei...